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27.11.2019

Maschinenbau ist heute Software-Entwicklung

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Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions, Bosch Rexroth AG

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Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions, Bosch Rexroth AG

Ein wesentlicher Teil der Engineering-Aufwände im Maschinenbau entfällt schon heute auf Software-Entwicklung. Auch Softwarewerkzeuge aus der IT-Welt besetzen mehr und mehr Positionen. Für Maschinenhersteller ist Software ein kostbares geistiges Eigentum, denn hier manifestiert sich ihr Know-how, damit erreichen sie maximale Produktivität ihrer Maschinen und Anlagen. Mit Software differenzieren sie sich vom Wettbewerb und können wirtschaftlich kundenindividuelle Varianten anbieten. Für Maschinenanwender zählt immer mehr die einfache Vernetzbarkeit der Maschinen in ihre IT-Systeme. Die Kommunikationsfähigkeit der Maschinen-Software ist damit ein entscheidendes Kaufkriterium.

Vorbild Consumer- und Office-Welt
Diese Verlagerung spiegeln bisherige Automatisierungslösungen nur teilweise wider. Sie schließen die Software-Entwickler oft in proprietäre Systeme ein oder stellen Insellösungen bereit, die mit hohem Aufwand integriert werden müssen. Schlimmer noch, sie schränken die Software-Entwickler auf einige wenige Programmiersprachen aus der Automationswelt ein und lassen keinen Zugriff auf Kernfunktionen zu. Dabei zeigen die Consumer- und Arbeits-Welten, wohin die Reise gehen muss: Aufwändige Programme für einzelne Plattformen wie PCs sind längst durch Apps abgelöst worden, die auf allen Geräteklassen laufen. Software-Lösungen sind drahtlos vernetzbar und die Bedienung ist einfacher als je zuvor. Neue Geräte in den Netzwerken, ob im Büro oder zu Hause, verbinden sich automatisch und werden von anderen Geräten erkannt.

Eine Hardware für alle Ausprägungen
Eine moderne, zukunftssichere Automatisierungslösung folgt diesen Vorbildern. Sie stellt eine leistungsfähige Hardware-Plattform für alle Automatisierungsaufgaben bereit. Einmal geschriebene Software funktioniert gleichermaßen in Embedded Steuerungen, in IPCs oder direkt im Antrieb. Damit können Maschinenhersteller ohne Zusatzaufwand ihre Lösungen skalieren und die Variantenvielfalt besser beherrschen.

App-Technologie revolutioniert Engineering
Die standardisierten SPS- und CNC-Sprachen bleiben weiterhin wichtig, aber sie reichen nicht aus. Maschinenhersteller brauchen die Möglichkeit, ihr Know-how auch in den weit verbreiteten Hoch- und Internetsprachen umzusetzen. In Zukunft werden sie Maschinen-, Prozess- und Kommunikations-Apps, ähnlich Apps auf dem Smartphone, kundenindividuell kombinieren und im Lebenszyklus weitere bereitstellen. Das verändert den gesamten Engineering-Prozess. Maschinenhersteller können damit Entwicklungsplattformen wie GitHub nutzen auf denen Millionen Nutzer Funktionen in C-Sprachen, Python, Blockly und vielen weiteren Sprachen programmieren und bereitstellen. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist ein zentrales Nervensystem in der Steuerung, das den Austausch von Echtzeit- und Nichtechtzeitdaten für alle Apps gewährleistet.

Offenheit ist Zukunftssicherheit
Eine dritte Voraussetzung ist absolute Offenheit innerhalb der Automation durch offene Standards wie auch zum Internet der Dinge und übergeordneten IT-Systemen. Nur so können Softwareentwickler und Konstrukteure herstellerübergreifend die besten Komponenten kombinieren. Die Offenheit für die Anbindung an IT-Systeme, ob on Premise oder in der Cloud, ist eine zwingende Voraussetzung für Maschinen und Anlagen aller Art. Endanwender brauchen diese Offenheit, um Industrie 4.0 oder die Fabrik der Zukunft umzusetzen. Es stehen aktuell rund 30 verschiedene Standards und Protokolle für den Datenaustausch mit IT-Systemen zur Verfügung.

Die neue Plattform crtlX AUTOMATION erfüllt diese Anforderungen an eine zukunftssichere Automation: Sie basiert auf einer durchgängigen und leistungsfähigen Hardwareplattform für alle Ausprägungen. Sie erschließt mit der App-Technologie völlig neue Freiheitsgrade für Maschinenhersteller, Funktionen Know-how-geschützt in nahezu beliebigen Programmiersprachen zu erstellen und individuell zu kombinieren. ctrlX AUTOMATION ist die offenste Automatisierungsplattform auf dem Markt. Sie unterstützt zahlreiche offene Standards innerhalb der Automationswelt und erlaubt den Zugriff auf Kernfunktionen der Steuerung. Vor allem gewährleistet sie mit mehr als 30 Kommunikationsmöglichkeiten für IT-Systeme und das IoT die einfache Vernetzung von Maschinen in die Fabrik der der Zukunft.

Bosch Rexroth sorgt als ein weltweit führender Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien für effiziente, leistungsstarke und sichere Bewegung in Maschinen und Anlagen jeder Art und Größenordnung. Das Unternehmen bündelt weltweite Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering sowie Fabrikautomation. Mit intelligenten Komponenten, maßgeschneiderten Systemlösungen sowie Dienstleistungen schafft Bosch Rexroth die Voraussetzungen für vollständig vernetzbare Anwendungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik einschließlich Software und Schnittstellen ins Internet der Dinge. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten mehr als 32.300 Mitarbeiter 2018 einen Umsatz von rund 6,2 Milliarden Euro.
Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

In Österreich erzielte die Bosch-Gruppe 2018 mit mehr als 3 000 Mitarbeitern einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro. Bosch ist seit 1899 in Österreich präsent und heute mit allen vier Unternehmensbereichen vertreten: Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. An den Standorten Wien, Linz und Hallein sind internationale Kompetenzzentren für die Entwicklung von Kraftfahrzeugtechnik angesiedelt.
Mehr Informationen unter www.bosch.at  und www.bosch-presse.at.

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Manuela Keßler

Tel.: +49 9352 18-4145
manuela.kessler@boschrexroth.de

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