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Produktionsjubiläum bei Bosch
50 Millionen elektrische Drosselvorrichtungen gefertigt

- Regelung der Luftzufuhr für die effiziente und emissionsarme Verbrennung in Benzinmotoren

- Produktionsstart im Jahr 1986

- Einsatz bei nahezu allen Automobilherstellern weltweit

Bosch fertigte im April 2010 im Werk Nürnberg die 50-millionste elektrische Drosselvorrichtung (DV-E). Diese regelt bei Benzinmotoren im Einlasstrakt die Luftzufuhr. Sie besteht aus der Drosselklappe mit einem elektrischen Antrieb und einem Winkelsensor. Das Motorsteuergerät berechnet aus der Fahrpedalstellung die erforderliche Öffnung der Drosselklappe, den Zündwinkel und die Einspritzmenge. Ein Gleichstrommotor verstellt die Drosselklappenwelle über ein Getriebe und dosiert so die Luftmenge. Mit der präzisen Zumessung von Luft steuert die DV-E das vom Motor abgegebene Drehmoment und damit die Leistung. Gleichzeitig trägt sie zur Aufbereitung des Luft-/Kraftstoffgemischs für eine verbrauchsgünstige und CO2-arme Verbrennung bei.

Vorrausetzung für Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme
Zudem schafft die DV-E die Vorraussetzung für Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme, die in bestimmten Fahrsituationen eine Reduzierung oder Erhöhung der Motorleistung erfordern – wie etwa ASR, ESP® oder Adaptive Cruise Control (ACC). So kann über die Drosselvorrichtung die Motorleistung reduziert werden, um etwa bei der Antriebsschlupfregelung ASR ein Durchdrehen der Räder zu verhindern, sowie beim ACC die Motorleistung erhöht oder verringert werden, um das eigene Fahrzeug auf einem konstanten Abstand zum vorausfahrenden Auto zu halten. Die DV-E von Bosch zählt zu den leichtesten Aluminiumdrosselvorrichtungen mit dem geringsten Bauvolumen am Markt. Sie zeichnet sich zudem durch einen geringen Stromverbrauch aus. Dank unterschiedlicher Varianten mit Durchmessern zwischen 32 und 82 Millimetern kann sie in nahezu allen Motor- und Hubraumklassen eingesetzt werden. In Dieselmotoren ist die artverwandte elektrisch gesteuerte Regelklappe (RKL-E) ebenfalls für die Luftzufuhr und zugleich für die Abgasrückführung zuständig.

Die Historie dieser Komponenten begann 1986 im Werk Bühl mit der Fertigung der DV-E1. Am Standort Nürnberg wurde ab 1989 die DV-E3 für Mercedes-Benz-Modelle mit 12-Zylinder-Motoren gefertigt. Mit steigendem Anspruch an die Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen erhöhte sich auch die Nachfrage für diese Bosch-Komponenten. Die DV-E5 kam nach ihrem Produktionsstart im Jahr 1997 auf eine Stückzahl von jährlich mehr als 3,5 Millionen Exemplare. Die RKL-E für Dieselfahrzeuge ging im Jahr 2003 in Serie. Mit dem Trend zu drehmomentstarken und verbrauchsgünstigen Dieselmotoren wurde auch die Produktion dieses Bauteils stark ausgebaut.

Weltweite Produktion
Die DV-E5 ist bis heute die meistgebaute Drosselvorrichtung und wird bei Bosch derzeit an fünf Standorten weltweit produziert. Zum internationalen Produktionsnetzwerk gehören Fertigungen in den USA, Brasilien, China, Südkorea und Deutschland. Nach ersten Einsätzen in Fahrzeugen von Mercedes-Benz, Volkswagen, Audi und Fiat nutzen heute nahezu alle Automobilhersteller weltweit Drosselvorrichtungen von Bosch.


Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 275 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 38,2 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für Wachstum. Pro Jahr gibt Bosch mehr als 3,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldet rund 3 800 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861–1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte sind mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

In Österreich beschäftigt die Bosch Gruppe insgesamt 2.500 Mitarbeiter und erzielte 2009 einen konsolidierten Umsatz von 811 Millionen Euro.

Mehr Informationen unter www.bosch.at.

6024070A-(PI7017) - Juli 2010

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