10.03.2026

Bosch erweitert Portfolio: Neue Brennstoffzellenlösungen für Busse

Vorstellung des FCPM C100 auf Mobility Move in Berlin
Brennstoffzellensystem für Stadtbusse © Bosch

Mit nur 40 Zentimetern Höhe lässt sich das Brennstoffzellensystem FCPM C100 auf dem Dach von Stadtbussen montieren.

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  • Bosch präsentiert Brennstoffzellensysteme von 100 bis 300 Kilowatt Leistung.
  • Variante FCPM C100 ist für Montage auf dem Dach von Stadtbussen geeignet.
  • Vielfältige Lösungen zur Produktion und Nutzung von Wasserstoff.

Stuttgart/Berlin – Europäische Städte setzen für ihren öffentlichen Personennahverkehr zunehmend auf klimafreundliche Lösungen. Auf der Fachmesse Mobility Move in Berlin präsentiert Bosch mit dem Fuel Cell Power Module (FCPM) C100 eine neue Variante seines Brennstoffzellen-Antriebssystems, die für alle Bustypen, insbesondere aber für städtische Busse geeignet ist. Mit dieser klimaneutralen Lösung können die Fahrzeuge elektrisch und bei Einsatz von regenerativ erzeugtem Wasserstoff komplett CO₂-frei angetrieben werden. „Zur Bekämpfung des Klimawandels können neben batterieelektrischen Bussen auch brennstoffzellenelektrische Fahrzeuge eingesetzt werden“, sagt Jan-Oliver Röhrl, Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Power Solutions und Chairman der weltweiten Nutzfahrzeugaktivitäten von Bosch. „Die Brennstoffzelle bietet sich insbesondere für Busse an, die täglich längere Strecken fahren und unterwegs kaum die Möglichkeit zum Laden haben.“ Entsprechend einer EU-Regulierung müssen die CO2-Emissionen von neu zugelassenen Stadtbussen aber bis 2030 um 90 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 sinken. Für alle anderen Bustypen gilt dies von 2040 an. Hier können Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antriebssystem, welche die EU als Zero-Emission-Fahrzeuge anerkennt, einen wichtigen Beitrag leisten.

Mit der in Berlin ausgestellten kompakten Variante C100 ergänzt Bosch sein FCPM-Portfolio, dessen Leistungsspektrum von 100 bis 300 Kilowatt reicht. Die flache Bauweise mit einer Höhe von nur 40 Zentimetern ermöglicht die für den europäischen Markt typische Dachmontage. Das System ist konzipiert für Stadtbusse mit 12 bis 18 Metern Länge, bietet die typischen CAN- und Diagnoseschnittstellen und lässt sich einfach integrieren. Das FCPM C100 basiert auf der Variante FCPM C190 für Überland- und Reisebusse. Letztere geht noch in der ersten Jahreshälfte 2026 in Demofahrzeugen in den Testbetrieb und wird dieseltypisch im Heck verbaut. Das FCPM C300 ist mit ihren 300 Kilowatt Systemleistung schließlich die passende Energiequelle für schwere Lkw und Reisebusse.

Bosch bietet ausgezeichnete Technik entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette
Bosch engagiert sich seit vielen Jahren stark für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und entwickelt technische Lösungen für die Erzeugung, Infrastruktur und Anwendung von Wasserstoff. So verkündete das Unternehmen 2025 den Markteintritt seines Hybrion PEM-Elektrolyse-Stacks zur Produktion von Wasserstoff. Darüber hinaus arbeitet Bosch an der Technik für Wasserstoffmotoren und bietet entsprechende Komponenten für die Saugrohr- und Direkteinblasung an. Für die Entwicklung der mobilen Brennstoffzelle wurde ein Entwicklerteam von Bosch Ende 2025 mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ausgezeichnet.

Mobility ist der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe. Er trug 2024 nach vorläufigen Zahlen mit 55,9 Milliarden Euro rund 62 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Damit ist das Technologieunternehmen einer der führenden Anbieter in der Mobilitätsindustrie. Bosch Mobility verfolgt die Vision einer sicheren, nachhaltigen und begeisternden Mobilität. Seinen Kunden bietet der Bereich ganzheitliche Mobilitätslösungen. Die wesentlichen Geschäftsfelder sind: Elektrifizierung, Software und Services, Halbleiter und Sensoren, Fahrzeugcomputer, fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme sowie Systeme zur Regelung der Fahrdynamik. Hinzu kommen Werkstattkonzepte sowie Technik und Service für den Kraftfahrzeughandel. Wichtige Innovationen im Automobil wie das elektronische Motor-management, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch.

In Österreich erzielte die Bosch-Gruppe 2024 mit mehr als 3 300 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 1,25 Milliarden Euro. 1899 übernahm die Firma Dénes & Friedmann die Vertretung der Bosch-Produkte für die gesamte Donaumonarchie. Das war der Beginn der Bosch-Aktivitäten in Österreich und der Startschuss für eine blühende Erfolgsgeschichte. Heute ist Bosch in Österreich mit allen vier Unternehmensbereichen vertreten: Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. An den Standorten Wien, Linz und Hallein sind internationale Kompetenzzentren für die Entwicklung innovativer und zukunftsweisender Mobilitätslösungen angesiedelt. Nahezu die Hälfte der Belegschaft in Österreich ist im Engineering-Bereich tätig. Engagierte Techniktalente finden bei Bosch in Österreich ein inspirierendes Arbeitsumfeld, um Zukunftsthemen aktiv voranzutreiben. Auch in den Produktionsbetrieben in Hallein, Bischofshofen, Linz und Pasching sowie in den Vertriebs- und Verwaltungsbereichen tragen dynamische Beschäftigte zum nachhaltigen Erfolg der Bosch-Gruppe in Österreich bei. Mehr Informationen unter www.bosch.at und www.bosch-presse.at.

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Brennstoffzellensystem für Stadtbusse
4 000 x 3 000 © Bosch
Brennstoffzellensystem für Überland- und Reisebusse
4 000 x 3 000 © Bosch


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Marlies Haas
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