14.07.2026

Bosch nimmt neue Methanol-Infrastruktur in Hallein in Betrieb

52 Millionen Euro für Zukunftstechnologien
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Hallein – Die Robert Bosch AG hat am Mittwoch, 15. Juli 2026, am Standort Hallein ihre neue Methanol-Infrastruktur feierlich in Betrieb genommen. Mit ihr schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, um Einspritzsysteme für alternative Kraftstoffe weiterzuentwickeln und zu testen. Insgesamt wendet Bosch 52 Millionen Euro auf für den Ausbau von Entwicklung und Fertigung moderner Technologien am Standort Hallein.

Der Standort Hallein ist innerhalb der Bosch-Gruppe das weltweite Kompetenzzentrum für Großmotoreneinspritzsysteme. Die hier entwickelten Common-Rail-Systeme ermöglichen den Einsatz alternativer Kraftstoffe wie Methanol, Wasserstoff oder Ammoniak in großen Anwendungen wie beispielsweise in der Schifffahrt, im Schienenverkehr oder in stationären Energieanlagen. „Hallein steht seit Jahrzehnten für technologisches Know-how und industrielle Kompetenz. Die neue Methanol-Infrastruktur und die damit verbundenen Ausbauvorhaben sind ein klares Bekenntnis zum Standort Hallein. Sie stärken unsere technologische Kompetenz und schaffen langfristige Perspektiven für unsere Belegschaft“, sagte Amandeep Singh, kaufmännischer Leiter des Bosch-Werks Hallein.

Die neue Infrastruktur bildet einen wichtigen Baustein für die Entwicklung zukunftsfähiger Antriebslösungen im Großmotorenbereich. Für die Dekarbonisierung des Schwerlastbereichs braucht es technologische Vielfalt – insbesondere dort, wo Elektrifizierung an ihre Grenzen stößt und CO₂-neutrale Kraftstoffe künftig eine wichtige Rolle spielen. „Mit der neuen Methanol-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, diese Technologien weiterzuentwickeln und für den Einsatz bei unseren Kunden zur Serienreife zu bringen. Damit Innovationen wie diese auch künftig in Österreich erfolgreich umgesetzt werden können, braucht es wettbewerbsfähige und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen“, erklärte Stefan Schenk, Leiter des weltweiten Bosch-Geschäfts für Großmotoreneinspritzsysteme.

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort Salzburg: „Bosch zeigt in Hallein eindrucksvoll, wie industrielle Transformation und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Die nun in Betrieb genommene Methanol-Infrastruktur stärkt Salzburg als Industriestandort, sichert hochwertige Arbeitsplätze und unterstreicht die Innovationskraft unserer Unternehmen.“

Bei der feierlichen Inbetriebnahme informierten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die neuen Entwicklungsmöglichkeiten für alternative Kraftstoffe. Zu den Gästen zählten neben Landeshauptfrau Karoline Edtstadler unter anderem Bürgermeister Alexander Stangassinger, Bezirkshauptfrau Monika Vogl, WKS-Vizepräsidentin Marianne Kusejko und IV-Salzburg-Geschäftsführerin Irene Schulte sowie AK-Salzburg-Präsident Peter Eder.

Weitere Fotos zur Veranstaltung sind downloadbar in der APA Fotogalerie.
In Österreich erzielte die Bosch-Gruppe 2025 mit rund 3 300 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,12 Milliarden Euro. 1899 übernahm die Firma Dénes & Friedmann die Vertretung der Bosch Produkte für die gesamte Donaumonarchie. Das war der Beginn der Bosch-Aktivitäten in Österreich und der Startschuss für eine blühende Erfolgsgeschichte. Heute ist Bosch in Österreich mit allen vier Unternehmensbereichen vertreten: Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. An den Standorten Wien, Linz und Hallein sind internationale Kompetenzzentren für die Entwicklung innovativer und zukunftsweisender Mobilitäts- und Wasserstoff-Lösungen angesiedelt. Nahezu die Hälfte der Belegschaft in Österreich ist im Engineering-Bereich tätig. Engagierte Techniktalente finden bei Bosch in Österreich ein inspirierendes Arbeitsumfeld, um Zukunftsthemen aktiv voranzutreiben. Auch in den Produktionsbetrieben in Hallein, Bischofshofen, Linz und Pasching sowie in den Vertriebs- und Verwaltungsbereichen tragen dynamische Beschäftigte zum nachhaltigen Erfolg der Bosch-Gruppe in Österreich bei.  Mehr Informationen unter www.bosch.at und www.bosch-presse.at.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 413 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Hard-, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung.

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