23.09.2026

Halbjahreszahlen 2026: Bosch bekräftigt Ausblick

Wettbewerbsfähigkeit und Robustheit weiter steigern
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  • Umsatz 46,4 Milliarden Euro (H1 2025: 44,8 Milliarden Euro; +3,6 Prozent).
  • Operative EBIT-Rendite: 4,6 Prozent (H1 2025: 5,1 Prozent) / Sondereffekte belasten operative EBIT-Rendite / Free-Cash-Flow: -969 Millionen Euro.
  • Jahresprognosen für 2026 bestätigt: Umsatzwachstum zwei bis fünf Prozent / operative EBIT-Rendite vier bis sechs Prozent / Free-Cash-Flow mindestens ein Prozent vom Umsatz.
  • Bosch-Finanzchef Forschner: „Nach einem soliden Umsatzwachstum im ersten Halbjahr sehen wir uns auf der Zielgeraden für 2026, brauchen aber noch einen starken Endspurt.“

Stuttgart – Die Bosch-Gruppe hat sich im ersten Halbjahr 2026 in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld solide entwickelt. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen steigerte seinen Umsatz um 3,6 Prozent auf 46,4 Milliarden Euro (H1 2025: 44,8 Milliarden Euro). Rund zwei Milliarden Euro steuerte das neu zugekaufte Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungsgeschäft von Johnson Controls und Hitachi zum Umsatzwachstum bei. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) betrug 2,2 Milliarden Euro (H1 2025: 2,3 Milliarden Euro). Die operative EBIT-Rendite erreichte 4,6 Prozent vom Umsatz gegenüber 5,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis belasteten vor allem Sondereffekte im Mobility-Geschäft. Trotz vieler konjunktureller und geopolitischer Unsicherheiten bestätigt Bosch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. „Mit einem soliden Umsatzwachstum im ersten Halbjahr sehen wir uns auf der Zielgeraden für 2026, brauchen aber noch einen starken Endspurt“, sagte Markus Forschner, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der erstmaligen Vorlage von Halbjahreszahlen. „Daher verfolgen wir unsere eingeleiteten Strukturanpassungen und Kostenarbeit konsequent weiter, um auch künftig hohe Vorleistungen für Zukunftstechnologien erbringen und Wachstumschancen nutzen zu können.“

Ausblick H2 2026: Wettbewerbsfähigkeit und robuste Aufstellung
Die Weltwirtschaft zeigt sich 2026 insgesamt widerstandsfähig. Zugleich sieht Bosch die konjunkturellen Aussichten nach wie vor von Unsicherheiten geprägt, die in vielen Märkten Investitionsentscheidungen weiterhin verzögern und für hohen Wettbewerbsdruck sorgen. Im wichtigen Automobilsektor erwartet Bosch für 2026 erneut weltweit rückläufige Produktionszahlen bei Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen, während die Fertigung von schweren Nutzfahrzeugen leicht wächst. „Bosch verfolgt seine Wachstumsstrategie ungeachtet globaler Unsicherheiten konsequent weiter und nutzt Chancen in neuen Technologien, Geschäftsfeldern sowie aufstrebenden Märkten“, erklärte Forschner. „Auch im zweiten Halbjahr steht deshalb die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und die robuste Aufstellung des Unternehmens im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, Kosten und Komplexität weiter zu reduzieren.“ Trotz des widrigen Umfelds bestätigt das Unternehmen seine Prognosen: Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Bosch unverändert mit einem Umsatzwachstum im Korridor von zwei bis fünf Prozent. Die operative EBIT-Rendite soll vier bis sechs Prozent erreichen.

Rückblick H1 2026: Entwicklung nach Unternehmensbereichen
In den Unternehmensbereichen zeigt die Umsatzentwicklung ein gemischtes Bild, wobei alle Sektoren zum Ergebnis positiv beitrugen. Der Unternehmensbereich Mobility erwirtschaftete einen Umsatz von 27,8 Milliarden Euro und lag damit um 0,5 Prozent leicht unter der Vorjahresperiode. Das entspricht wechselkursbereinigt einem Anstieg von 2,3 Prozent. Die stagnierende Automobilproduktion belastete die Entwicklung ebenso wie einmalige Sondereffekte. Letztere resultierten vor allem aus Wertminderungen auf Produktionsanlagen in Höhe von 270 Millionen Euro; der weltweite Hochlauf der Elektromobilität verzögert sich gegenüber den bisherigen Erwartungen. Die operative EBIT-Rendite erreichte 4,7 Prozent (H1 2025: 5,8 Prozent). Der Umsatz im Unternehmensbereich Industrial Technology spiegelte die verbesserte Auftragslage wider und stieg um 6,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt ist es ein Plus von 9,2 Prozent. Die EBIT-Rendite lag bei 2,5 Prozent (H1 2025: 4,5 Prozent). Der Unternehmensbereich Consumer Goods spürte die steigende Intensität des Wettbewerbs mit chinesischen Anbietern. Der Umsatz lag 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert und erreichte 9,6 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt blieb der Umsatz unverändert. Die operative EBIT-Rendite erreichte 4,4 Prozent (H1 2025: 5,1 Prozent). Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology verzeichnete aufgrund des Zukaufs im Geschäftsbereich Home Comfort einen Wachstumssprung von 45,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Davon gehen rund zwei Milliarden Euro auf die Akquisition zurück. Der Verkauf wesentlicher Teile des Produktgeschäfts von Building Technologies führte zu einem Umsatzrückgang von rund 450 Millionen Euro. Wechselkursbereinigt lag das Umsatzplus bei 52,0 Prozent. Die operative EBIT-Rendite erreichte 7,3 Prozent (H1 2025: 0,8 Prozent).

Rückblick H1 2026: Entwicklung nach Regionen
Das globale Wachstum verlangsamte sich im ersten Halbjahr 2026 angesichts der erheblichen geopolitischen Spannungen. Vor allem der Krieg im Nahen Osten und der anhaltende Krieg in der Ukraine belasteten das weltweite Marktumfeld. In allen Regionen dämpften Wechselkurseffekte die Umsatzentwicklung. In Europa stiegen die Erlöse um 1,4 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt erhöhten sie sich um 2,2 Prozent. In Amerika erreichte der Umsatz 9,4 Milliarden Euro und stieg damit um 5,7 Prozent – wechselkursbereinigt um 12,2 Prozent. In Asien-Pazifik legte der Umsatz um 5,9 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro zu, wechselkursbereinigt ist das ein Zuwachs von 10,4 Prozent. Maßgeblich für die positive Entwicklung in Amerika und Asien-Pazifik war der Zukauf bei Bosch Home Comfort.

Rückblick H1 2026: Entwicklung der Beschäftigtenzahl
Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 beschäftigte die Bosch-Gruppe 406 225 Menschen und damit 6 549 Mitarbeitende weniger als zum Stichtag 31.12.2025 (412 774). Der Personalrückgang betraf alle Unternehmensbereiche, überproportional jedoch Mobility. In der regionalen Betrachtung sank die Beschäftigtenzahl am stärksten in Europa. In Deutschland waren zur Jahresmitte 118 932 Menschen bei Bosch beschäftigt (31.12.2025: 122 968) – ein Rückgang von 4 036 Mitarbeitenden.

Rückblick H1 2026: Hohe Finanzkraft, Liquidität und F&E-Quote
Die Bosch-Gruppe verfügt weiterhin über eine hohe Finanzkraft, auch wenn die Liquidität gemäß Kapitalflussrechnung mit 9,0 Milliarden Euro (H1 2025: 11,2 Milliarden Euro) unter dem ersten Halbjahr 2025 lag. Die Eigenkapitalquote blieb mit 41,3 Prozent auf hohem Niveau (31.12.2025: 41,5 Prozent*). Der verstärkten Kapitaleffizienz folgend lag die Investitionsquote bei 2,5 Prozent (H1 2025: 3,8 Prozent), die Investitionen in Sachanlagen betrugen 1,2 Milliarden Euro (H1 2025: 1,7 Milliarden Euro). Die F&E-Quote lag bei 8,0 Prozent (H1 2025: 8,7 Prozent). Zum 30.06.2026 zeigte der Free-Cash-Flow (FCF) mit -969 Millionen Euro eine Verbesserung gegenüber der Vorjahresperiode (-2,7 Milliarden Euro) und ein bei vielen Unternehmen typisches Muster in der unterjährigen FCF-Entwicklung. Wesentlich dafür waren die Saisonalität der Sachanlageinvestitionen und der daraus zum Jahresende resultierende Aufbau von Verbindlichkeiten, die im ersten Quartal überproportional zu Auszahlungen führten. Zum Jahresende erwartet Bosch einen positiven FCF von mindestens einem Prozent vom Umsatz.

Pressebilder und Infografiken im Bosch Media Service unter www.bosch-presse.de.

* Vorjahreswert angepasst nach finalisierter Bilanzierung des Zukaufs bei Home Comfort.
In Österreich erzielte die Bosch-Gruppe 2025 mit rund 3 300 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,12 Milliarden Euro. 1899 übernahm die Firma Dénes & Friedmann die Vertretung der Bosch Produkte für die gesamte Donaumonarchie. Das war der Beginn der Bosch-Aktivitäten in Österreich und der Startschuss für eine blühende Erfolgsgeschichte. Heute ist Bosch in Österreich mit allen vier Unternehmensbereichen vertreten: Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. An den Standorten Wien, Linz und Hallein sind internationale Kompetenzzentren für die Entwicklung innovativer und zukunftsweisender Mobilitäts- und Wasserstoff-Lösungen angesiedelt. Nahezu die Hälfte der Belegschaft in Österreich ist im Engineering-Bereich tätig. Engagierte Techniktalente finden bei Bosch in Österreich ein inspirierendes Arbeitsumfeld, um Zukunftsthemen aktiv voranzutreiben. Auch in den Produktionsbetrieben in Hallein, Bischofshofen, Linz und Pasching sowie in den Vertriebs- und Verwaltungsbereichen tragen dynamische Beschäftigte zum nachhaltigen Erfolg der Bosch-Gruppe in Österreich bei.  Mehr Informationen unter www.bosch.at und www.bosch-presse.at.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 413 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Hard-, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung.

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Die Bosch-Gruppe hat sich im ersten Halbjahr 2026 in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld solide entwickelt.
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In den Unternehmensbereichen zeigt die Umsatzentwicklung ein gemischtes Bild, wobei alle Sektoren zum Ergebnis positiv beitrugen.
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Maßgeblich für die positive Entwicklung in Amerika und Asien-Pazifik war der Zukauf bei Bosch Home Comfort.
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