20.04.2026

Hannover Messe 2026: Bosch setzt auf Zusammenspiel von Mensch und KI

Industrielle KI für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Zu dieser Meldung gibt es:

Pressetext 6213 Zeichen

  • Tanja Rückert: „Künstliche Intelligenz ist der entscheidende Hebel, um die deutsche und europäische Industrie im globalen Wettbewerb zukunftsfest aufzustellen.“
  • Agentische KI in der Fertigung ermöglicht Einsparungen von bis zu 30 Prozent und steigert die Wettbewerbsfähigkeit.
  • KI-Netzwerk any.site beschleunigt Instandhaltung und Wartung durch „Wissensassistenten“.
  • 70 Prozent sehen laut Bosch Tech Compass KI als dominante Technologie der Zukunft.


Stuttgart / Hannover – Auf der Hannover Messe 2026 zeigt Bosch, wie künstliche Intelligenz (KI) zur treibenden Kraft für Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit in der Industrie wird. Im Fokus stehen praxiserprobte KI-Anwendungen, die Effizienz und Qualität steigern und die Vision der intelligenten, resilienten Fabrik Realität werden lassen. „Künstliche Intelligenz ist der entscheidende Hebel, um die deutsche und europäische Industrie im globalen Wettbewerb zukunftsfest aufzustellen. Es geht nicht mehr um das ‚Ob‘, sondern um das ‚Wie‘ und vor allem wie schnell die KI hierfür eingesetzt wird“, erklärt Tanja Rückert, Bosch-Geschäftsführerin und verantwortlich für den Unternehmensbereich Industrietechnik.

Der Mensch im Mittelpunkt: KI als intelligenter Partner
KI wird als intelligenter Assistent für die Fachkräfte in der Produktion eingesetzt. Sprachassistenten erleichtern beispielsweise die Datenerfassung und geben im Störfall direkte Hinweise zur Fehlerbehebung. Gleichzeitig bietet die Technologie eine wegweisende Lösung für den demografischen Wandel, der auf die Industrie in den nächsten Jahren zukommen wird: Das wertvolle Wissen von erfahrenen Experten, die in den Ruhestand gehen, kann durch KI-Systeme erfasst, systematisiert und an die nächste Generation von Mitarbeitern weitergegeben werden. So wird Erfahrungswissen skalierbar und bleibt dem Unternehmen erhalten.

Industriekompetenz trifft auf IT-Kompetenz
Bosch Connected Industry greift diese Anforderungen der Industrie auf und baut sein Angebot rund um die agentische KI-Lösung Manufacturing Co-Intelligence® weiter aus. Mithilfe von Microsoft-Technologien bietet die agentische KI neue Möglichkeiten zur Steigerung der Produktionseffizienz durch agentenbasierte KI. Bosch demonstriert, wie sich seine Expertise in Industriedaten und KI mit der IT-Infrastruktur- und Plattformkompetenz von Microsoft ergänzt. In diesem Jahr werden erstmals Anwendungsszenarien auf Basis von Microsoft Azure vorgestellt, darunter KI-gestützte Zustandsüberwachung und die Vernetzung von Maschinensteuerung (OT-Anlagen) mit ctrlX AUTOMATION von Bosch Rexroth.

Multi-Agenten-Systeme und Menschen schaffen Effizienz
Die agentische KI von Manufacturing Co-Intelligence® sorgt etwa dafür, dass im Produktionsprozess, z. B. bei Verschraubungen, Fehler frühzeitig erkannt und Ausfallzeiten minimiert werden. Bereits ein einzelner agentischer Anwendungsfall kann in einem Werk jährliche Einsparungen von knapp einer Million Euro erzielen. Das Potenzial wächst mit dem Einsatzumfang: Kunden, die Manufacturing Co-Intelligence® breiter ausrollen, erzielen Produktivitätssteigerungen von 5 bis 15 Prozent, Kostensenkungen von 10 bis 30 Prozent in spezifischen Bereichen und lösen operative Probleme bis zu 50 Prozent schneller.

Agentic Flows verbessern das Zusammenspiel in der Fertigung
Mit sogenannten Agentic Flows lassen sich einzelne Agenten, Werkzeuge und Daten zu durchgängigen Workflows orchestrieren. Ein Beispiel ist die Kombination von Shopfloor- und Smart Maintenance Agent: Als spezialisiertes Team im Multi-Agenten-System unterstützt die KI den Menschen bei geplanten und ungeplanten Wartungsmaßnahmen. Von der Analyse des Fehlers über eine geführte und optimierte Anleitung zur Wartung bis hin zur selbständigen Dokumentation. Die KI ist immer an der Seite und sorgt dafür, dass Stillstand deutlich reduziert wird. Das hat auch bei künftigen Wartungen Vorteile: Die Daten sind strukturiert aufbereitet und die KI kann sofort Rückschlüsse auf mögliche Ursachen geben – und das sogar für Fehlerbilder, die weltweit in anderen Werken des jeweiligen Verbundes auftreten.

KI auf dem Vormarsch: Bosch Tech Compass zeigt wachsende Bedeutung
Der Bosch Tech Compass bestätigt die wachsende Bedeutung von KI. Inzwischen halten weltweit 70 Prozent KI für die dominante Technologie der Zukunft. Ein enormer Anstieg gegenüber nur 41 Prozent im Jahr 2023. Damit setzt sich KI deutlich von allen anderen Technologien ab; ihre wahrgenommene Relevanz hat sich innerhalb von nur drei Jahren nahezu verdoppelt. Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass bereits 42 Prozent der Industrieunternehmen KI in der Produktion einsetzen und 82 Prozent sie als entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ansehen.

Netzwerk für industrielle KI „Wissensassistenten“
Darauf zahlt ebenfalls die Arbeit von any.site ein, einem unternehmensübergreifenden Netzwerk für industrielle KI, an dem Bosch Rexroth künftig gemeinsam mit ServiceNow und der Initiative Next Level Mittelstand arbeitet. Die Plattform verbindet Maschinenhersteller, Dienstleister und Fertigungsteams über KI-gestützte „Wissensassistenten“. Bei der Inbetriebnahme und Instandhaltung erleichtert sie Experten die Informationssuche rund um die Uhr. Das Partnernetzwerk rund um das Lösungsangebot und die Infrastruktur von any.site werden kontinuierlich erweitert. „Mit any.site wird KI zum entscheidenden Bindeglied in der Produktion. Sie macht das Know-how von Experten und Herstellern jederzeit nutzbar und hebt so die Effizienz und Zusammenarbeit auf ein neues Level“, erläutert Rückert die Vorteile. Nicht nur Anwender aus der Fertigung, auch die Maschinenhersteller profitieren durch any.site. Sie können künftig ihr Produktwissen monetarisieren, indem sie ihr Know-how über KI-gestützte Knowledge-Bots in den Shopfloor bringen. Die Bots kombinieren dafür Dokumentationen von Maschinenherstellern, Servicedatensätze und Shopfloor-Daten und stellen den Beschäftigten an der Maschine auf dieser Basis validierte Anweisungen, Arbeitsschritte zur Fehlerbehebung und Ersatzteilbeschaffung zur Verfügung.
In Österreich erzielte die Bosch-Gruppe 2024 mit mehr als 3 300 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 1,25 Milliarden Euro. 1899 übernahm die Firma Dénes & Friedmann die Vertretung der Bosch-Produkte für die gesamte Donaumonarchie. Das war der Beginn der Bosch-Aktivitäten in Österreich und der Startschuss für eine blühende Erfolgsgeschichte. Heute ist Bosch in Österreich mit allen vier Unternehmensbereichen vertreten: Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. An den Standorten Wien, Linz und Hallein sind internationale Kompetenzzentren für die Entwicklung innovativer und zukunftsweisender Mobilitätslösungen angesiedelt. Nahezu die Hälfte der Belegschaft in Österreich ist im Engineering-Bereich tätig. Engagierte Techniktalente finden bei Bosch in Österreich ein inspirierendes Arbeitsumfeld, um Zukunftsthemen aktiv voranzutreiben. Auch in den Produktionsbetrieben in Hallein, Bischofshofen, Linz und Pasching sowie in den Vertriebs- und Verwaltungsbereichen tragen dynamische Beschäftigte zum nachhaltigen Erfolg der Bosch-Gruppe in Österreich bei. Mehr Informationen unter www.bosch.at und www.bosch-presse.at.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen mit weltweit rund 413 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete
im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Hard-, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung.

Alle Inhalte dieser Meldung als .zip:

Sofort downloaden

Bilder (1)

Tanja Rückert, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung, in der Ausstellung „Innovation at Bosch“, bei der Jahrespressekonferenz 2026.
5 482 x 3 647 © Bosch


Kontakt

02  Marlies Haas
Marlies Haas
Telefon: +43 1 79722-5010