07.05.2026

Von Elektrolyse bis Chiplets: Bosch Österreich investiert 200 Mio. Euro in entscheidende Zukunftsthemen

Jahres-Pressegespräch 2026 in Wien
Jahres-Pressegespräch der Bosch-Gruppe in Österreich 2026 © Bosch/APA Fotoservice/Krisztian Juhasz

Im Bild v.l.n.r.: Peter Schröckelsberger, Personalleiter Bosch Österreich; Wilhelm Pruckner, Vorstandsmitglied Robert Bosch AG; Agnes Mazzei, Leiterin Unternehmenskommunikation Bosch Österreich; Helmut Weinwurm, Bosch Österreich-Chef; Felizian Aberham, Abteilungsleiter Engineering Bosch Wien

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  • Umsatz 2025: 1,12 Milliarden Euro
  • F&E-Aufwendungen: 200 Millionen Euro, rund 18 Prozent vom Umsatz
  • Investitionen: 19 Millionen Euro in Standorte und Zukunftstechnologien
  • Zukunftsthemen: Wasserstofftechnologien und softwaredefinierte Mobilität

Wien – Bosch in Österreich hat im Geschäftsjahr 2025 seine Widerstandsfähigkeit in einem anspruchsvollen Marktumfeld unter Beweis gestellt. Die Geschäftsentwicklung wurde jedoch von einem branchenweiten Nachfragerückgang in einem Bereich gebremst. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von 1,12 Milliarden Euro, was einem Rückgang von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Trotz einer marktbedingten Abschwächung in einem Mobility-Geschäftsbereich zeigt sich unsere operative Leistungsfähigkeit weiterhin stabil“, erklärte Helmut Weinwurm, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich. „Insgesamt ist das Geschäft von Bosch im Land robust und profitabel, getragen von Wachstum in anderen Bereichen. Dies schafft die Grundlage für weitere Investitionen in Zukunftsthemen wie softwaredefinierte Mobilität.“ Die Zahl der Beschäftigten bei Bosch in Österreich lag im Berichtsjahr bei rund 3 300.

Innovationskraft in Technologien von morgen stärken
Rund 200 Millionen Euro, entsprechend 18 Prozent des Landesumsatzes, flossen 2025 in Forschung und Entwicklung. Zusätzlich wurden 19 Millionen Euro in Standorte und Zukunftstechnologien in Österreich investiert, etwa in die Methanol-Infrastruktur am Fertigungsstandort Hallein und in den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur am Linzer Engineering-Center. „Österreich spielt innerhalb der Bosch-Gruppe weiterhin eine bedeutende Rolle als Entwicklungskompetenzzentrum“, betonte Weinwurm. „Dabei prägen wir auch Zukunftstechnologien in den zentralen Bereichen wie Wasserstoff und softwaredefinierte Mobilität.“

So treibt Bosch in Österreich vielfältige Anwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Wasserstoff voran. Das Spektrum reicht dabei von Elektrolyse-Stacks, die eine Schlüsselrolle bei der Erzeugung dieses Energieträgers spielen, über Industriekessel, die für Wasserstoff ausgelegt sind, bis hin zu Verdichter-Antriebe für Tankstellen und Einspritzsystemen einer neuen Generation für Großmotoren, die alternative Kraftstoffe wie Methanol nutzen. Darüber hinaus setzt das Unternehmen in Österreich innovative Engineering-Projekte im Bereich der Mobilitätstechnik um. Hierzu gehören beispielsweise Soft- und Hardwareentwicklung für alle Antriebsarten und vernetzte Mobilitätslösungen in modernen Fahrzeugen. Ein strategisches Beispiel ist das Chiplet-Projekt zur Beschleunigung der softwaredefinierten Mobilität: Sogenannte Chiplets verteilen Rechenaufgaben auf mehrere kleineren, spezialisierten Chips. Diese modulare Struktur steigert Rechenleistung und Flexibilität erheblich.

Sektoral unterschiedliche Umsatzentwicklung 2025
Der Unternehmensbereich Mobility zeigte 2025 in Österreich eine heterogene Entwicklung. Während sich das herausfordernde Marktumfeld in einem Geschäftsfeld dämpfend auswirkte, zeigten andere Bereiche eine positive Dynamik. Insbesondere die Nachfrage nach modernen Antriebstechnologien, intelligenter Fahrzeugsoftware und im Aftermarket-Geschäft legte zu. Auch Einspritzsysteme für Großmotoren aus dem Halleiner Bosch-Werk fanden sehr starken Absatz, was auf den wachsenden Bedarf an Stromaggregaten für Datenzentren zurückzuführen ist. Der Unternehmensbereich Industrial Technology kehrte 2025 in Österreich auf einen Wachstumskurs zurück und erzielte ein solides Plus. Wesentliche Treiber waren hier die Bereiche Antriebs- und Energietechnik. Der Unternehmensbereich Consumer Goods verzeichnete ein deutliches Umsatzplus. Ausschlaggebend dafür war vor allem die hohe Nachfrage im Geschäftsbereich Power Tools, insbesondere bei Angeboten für professionelle Anwender. Auch die BSH Hausgeräte GmbH behauptete sich erfolgreich in einem herausfordernden Marktumfeld und trug maßgeblich zum positiven Ergebnis bei. Ein deutliches Wachstum erzielte auch der Unternehmensbereich Energy and Building Technology. Der Bereich Home Comfort behauptete sich mit seinen Marken Bosch und Buderus erfolgreich, trotz des Auslaufens der Wärmepumpen-Förderung und einer verhaltenen Baukonjunktur. Das Geschäft mit Industriekesseln aus dem Werk in Bischofshofen erreichte einen neuen Umsatzrekord.

Bosch erwartet volatiles Geschäftsjahr 2026
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Bosch in Österreich mit einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld. Geopolitische Spannungen und unsichere Energiepreise dämpfen die konjunkturelle Entwicklung. „Wir begegnen diesen Herausforderungen mit dem, was uns auszeichnet: unserer ausgeprägten Innovationskraft, einer breiten Aufstellung und dem großen Engagement unserer Mitarbeitenden“, unterstrich Weinwurm. Angesichts der anhaltend hohen Unsicherheiten gibt das Unternehmen keine detaillierte Umsatzprognose ab, strebt jedoch an, seine Marktposition weiter zu festigen.

Bosch-Gruppe: Ausblick 2026 und strategischer Kurs
Die Bosch-Gruppe will im Geschäftsjahr 2026 trotz geopolitischer Spannungen und Handelsbarrieren mit voller Innovationskraft die Wachstumsperspektiven in seinen Weltmärkten nutzen. Die dafür notwendigen Vorleistungen für Zukunftsfelder sollen das hohe Niveau der Vorjahre erreichen. In Forschung, Entwicklung und Sachanlagen investierte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen allein 2025 rund zwölf Milliarden Euro. Für 2026 plant Bosch ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent und eine operative EBIT-Rendite auf vier bis sechs Prozent. „Als globaler Technologieführer gestalten wir engagiert die Trends Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz und schaffen damit auch die Voraussetzungen für profitables Wachstum unseres Geschäfts“, sagte Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Trotz erheblicher Herausforderungen erzielte Bosch im Geschäftsjahr 2025 mit 91,0 Milliarden Euro einen Umsatz leicht über Vorjahr (2024: 90,3 Milliarden Euro), wechselkursbereinigt ein Plus von 4,1 Prozent. Die operative EBIT-Rendite betrug zwei Prozent (2024: 3,5 Prozent). Das Ergebnis wurde durch notwendige Struktur- und Personalanpassungen zur Steigerung der Zukunftsfähigkeit mit 2,7 Milliarden Euro in Form von Rückstellungen erheblich belastet. Für das laufende Geschäftsjahr setzt sich aus Sicht von Bosch die schwache konjunkturelle Entwicklung des Jahres 2025 fort. Dennoch konnte Bosch im ersten Quartal des Jahres wechselkursbereinigt einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreswert erzielen. „Bosch kann Zukunft – auch unter ungünstigen Bedingungen. 2026 wird ein Jahr des Vorankommens sein“, sagte Hartung. Bei der Innovationskraft zählt Bosch zu den stärksten Industrieunternehmen weltweit und ist mit rund 6 300 Patenten 2025 einer der größten Patentanmelder in Europa. Den Ausbau der Innovationsführerschaft sieht der Bosch-Chef als zentralen Erfolgsfaktor, um das Geschäft und die Strategie 2030 umzusetzen.

Weitere Pressefotos stehen zum Download zur Verfügung in der APA-Fotogalerie.
In Österreich erzielte die Bosch-Gruppe 2025 mit rund 3 300 Mitarbeitenden einen Umsatz von 1,12 Milliarden Euro. 1899 übernahm die Firma Dénes & Friedmann die Vertretung der Bosch Produkte für die gesamte Donaumonarchie. Das war der Beginn der Bosch-Aktivitäten in Österreich und der Startschuss für eine blühende Erfolgsgeschichte. Heute ist Bosch in Österreich mit allen vier Unternehmensbereichen vertreten: Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. An den Standorten Wien, Linz und Hallein sind internationale Kompetenzzentren für die Entwicklung innovativer und zukunftsweisender Mobilitäts- und Wasserstoff-Lösungen angesiedelt. Nahezu die Hälfte der Belegschaft in Österreich ist im Engineering-Bereich tätig. Engagierte Techniktalente finden bei Bosch in Österreich ein inspirierendes Arbeitsumfeld, um Zukunftsthemen aktiv voranzutreiben. Auch in den Produktionsbetrieben in Hallein, Bischofshofen, Linz und Pasching sowie in den Vertriebs- und Verwaltungsbereichen tragen dynamische Beschäftigte zum nachhaltigen Erfolg der Bosch-Gruppe in Österreich bei.  Mehr Informationen unter www.bosch.at und www.bosch-presse.at.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 413 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäftstätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Hard-, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung.

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Jahres-Pressegespräch der Bosch-Gruppe in Österreich 2026
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Jahres-Pressegespräch der Bosch-Gruppe in Österreich 2026
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